Ein Seemannsmärchen mit Tiefgang

8. Juli 2020

Titel: Yuna & der Hüter der Wolken
Autor: Erik Kellen
Coverdesing: Andrea Baitz
Verlag: Selfpublishing
Genre: Fantasy
Erscheinungsjahr: 2020
gelesen: 07/2020

Kurzbeschreibung:
Du könntest nächtelang Märchen lauschen.
Oder sie bei Tage verschlingen.
Eine wahrhaftige Geschichte aber fängt einfach an.
Genau hier. Jetzt.
Sie spürt, dies ist ihre Stunde.
Also rücke näher heran und höre zu!
Denn es war einmal in einem fernen Land unweit deines Herzens.

Zwei Mädchen, zwei Schicksale.
Eine uralte Macht, gefangen im düsteren Nebel.
Die einzige Hoffnung liegt verborgen auf dem Meer der einhundert Namen …

Diese Geschichte ist für all jene, die das Gefühl von Verlust und Trauer kennen.
Doch eigentlich ist sie eine Reise ins Leben!

Meinung:

Es gab Tage, die gehörten in ein Logbuch oder wie ein gerahmtes Bild auf die Kommode am Ende des Bettes, damit man jede Nacht, bevor man Schlafen ging und die Kerzen löschte, noch einmal darauf schauen konnte um sich wohlig seufzend zu erinnern. (eBook 10%)

Der bildhafte, poetische Schreibstil von Erik Kellen hat mir sehr gefallen. Ich konnte den Wald, in dem Yuna lebt förmlich selbst sehen, spüren und riechen. Einfach herrlich! Zwischenzeitlich waren es mir persönlich zwar etwas viele Metaphern, was das Lesen für mich ein wenig mühsam gemacht hat, aber das hat sich bald gelegt und dann bin ich geradezu durch die Seiten geflogen.
Denn ab ca. der Hälfte kommt immer mehr Spannung auf und die Handlung nimmt deutlich an Fahr auf, wodurch es sich gleich viel flüssiger lesen ließ.
Besonders gefallen hat mir, wie die Geschichten von Yuna und Shai miteinander verwoben sind. Das ist dem Autor wirklich großartig gelungen. Auch die Entwicklung der beiden ist herrlich zu verfolgen. Wie beide aus Trauer und Einsamkeit zu Mut und Stärke finden.
Zum Ende hin gibt es noch ein paar überraschende Wendungen, welche der Geschichte noch eine interessante neue Richtung geben. Aber dazu werde ich hier natürlich nichts verraten. 😉
Für mich hätte Shais Geschichte gerne auch noch zu Ende erzählt werden dürfen. Wobei man durch die Andeutungen erahnen kann wie es endet und man wird so dazu angeregt seine eigene Phantasie zu gebrauchen.
Einen klitzekleinen Logikfehler gibt es meiner Ansicht nach in der Geschichte (Achtung Spoiler!), denn nach einem kurzen Apnoe-Tauchgang (wenn auch sehr tief) ist eine akute Taucherkrankheit eher unwahrscheinlich. Dafür bräuchte es schon viele längere Tauchgänge kurz nacheinander. Aber das ist ein kleines Detail, das der wunderbaren Geschichte keinen Abbruch tut.

Fazit:
Wundervolle, phantasievolle Geschichte. Sehr poetisch und bildhaft geschrieben. Ab der Hälfte kommt auch immer mehr Spannung auf.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

Bewertung: 4 Sterne

Erhalten: Skoutz

Bildquelle und weitere Infos. (Autorenseite)

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