Wird die Menschheit den Kampf der Götter überstehen?

9. April 2018

Titel: Götterfunke – verlasse mich nicht
Autor: Marah Woolf
Genre: Jugend-Fantasy
Erstausgabe: 2018
gelesen: 03/2018

Kurzbeschreibung:
Ein Verräter hat sich unter die Götter in Monterey gemischt und bald weiß niemand mehr, wer Freund oder Feind ist. Agrios ist jedes Mittel recht, um in den Besitz des Ehrenstabs zu kommen und seine Macht im Olymp zu besiegeln. Nur gemeinsam können Jess und Cayden dem Kampf der Götter ein Ende machen. Doch Jess ist noch nicht bereit, Cayden zu verzeihen. Aber ist sie deshalb bereit, ihn zu opfern?

Meinung:
Das Buch schließt nahtlos an den Vorgängerband an. Das mag ich grundsätzlich sehr gerne, habe dadurch aber ein paar Seiten gebraucht bis ich wieder so richtig in der Geschichte drin war. Allerdings macht es einem Marahs Schreibstil leicht, schnell in der Geschichte zu versinken. Er ist fesselnd, spannend, humorvoll und emotionsgeladen. Außerdem bekommt man einen guten Einblick in Jess’ Gedanken und Gefühle und so war ihr Handeln für mich immer nachvollziehbar, auch wenn ich nicht immer ihrer Meinung war. Die arme Jess gerät diesmal aber auch wirklich schwer zwischen die Fronten der Götter und muss dann auch noch das Wohl der Menschheit im Blick behalten.
Cayden tauchte für meinen Geschmack erst recht spät in der Handlung so richtig auf, dadurch spielt die Romantik insgesamt eine etwas kleinere Rolle. Dafür ist es ungemein spannend! Die Gefahren denen sich Jess stellen muss sind so zahlreich wie fantasievoll. Mir hat so manches mal der Atem gestockt bis hin zu kleinen Herzaussetzern.
Das von Marah wohlbekannte Hin und Her in der Liebe, spielt sich diesmal vor allem in Jess’ Gedanken ab und ist für mich nach ihren Erfahrungen, die sie mit Cayden machen musste, absolut nachvollziehbar.
Eine große Rolle spielt in diesem Band die Suche nach einem Verräter.Marah legt hier so viele Fährten und streut so viel Misstrauen, dass ich im Verlauf des Buches so gut wie jeden einmal in Verdacht hatte. Am Ende lag ich mit meiner Vermutung aber dann doch richtig, denn der Verräter ist doch meist der, mit dem man am wenigsten rechnet. So, jetzt schon mal viel Spaß beim Grübeln! 🙂
Der Anteil an griechischer Mythologie ist in diesem Band, von allen dreien, am größten. Für mich war es aber genauso perfekt. Ich habe mich sehr gefreut noch mehr über die Götter und ihre Geschichten zu erfahren. Nur die Vielzahl an Namen hat mich an meine Grenzen gebracht. Marah ist es auch sehr gut gelungen bei allen Göttern die Persönlichkeit zu vermitteln, selbst wenn sie nur wenige Szenen im Buch hatten. Hardes, Äneas, Artemis oder Chloris und noch so viele mehr, ich hatte von allen ein klares Bild vor Augen.
Der finale Kampf wartet dann nochmal mit einem großen Schock auf, der mir fast einen Herzstillstand beschert hat. Doch alles in allem ging es mir fast ein wenig zu schnell. Dafür war der Abschluss für mich dann wieder perfekt gelöst. Und in den Epilog habe ich mich sowieso direkt verliebt. Er gibt dem Buch ein versöhnliches, hoffnungsvolles, wunderschönes Ende.

Fazit:
Turbulentes Finale, das einem manches mal den Atem oder gar das Herz stocken lässt.
Mit einem gelungenen, runden Abschluss und einem Epilog zum Verlieben.
Ganz klare Leseempfehlung von mir!

Bewertung: 4 Sterne

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