Eine „alte“ Liebe

14. Oktober 2018


Titel: Ein Fibelkorn
Autor: Matthias Lanin
Genre: Liebesroman
Erstausgabe: 2018
gelesen: 09-10/2018

Kurzbeschreibung:
Als Johanna Lettmann „Ja“ zu Wilfried Fiebelkorn sagt, fällt ihr das leicht und was „ewig“ heißt, das weiß sie da noch nicht. Mehr als ein halbes Jahrhundert später steht dieses „ewig“ für eine große Liebe, die viele Hindernisse überwunden hat. Sie haben die Wirren von Flucht, Kriegsgefangenschaft, einem sozialistischen Regime und dem Mauerfall überstanden und auch den Tod einer gemeinsamen Tochter ausgehalten. Leise und unaufgeregt erzählen Johanna und Wilfried von dem Gewöhnlichen und Außergewöhnlichen ihres Lebens, von ihrer Zärtlichkeit und Vertrautheit und von dem kleinen Glück ihrer übrigen Tage in Zweisamkeit.

Meinung:
Als leise und unaufgeregt wird dieses Buch im Klappentext bezeichnet und genauso habe ich es beim Lesen auch empfunden. Action oder viel Handlung gibt es in diesem Buch nicht, dafür viel Rückblick auf die Höhen, aber vor allem auch die vielen Tiefen, des gemeinsamen Lebens.
Bei dem Buch handelt es sich laut Cover um einen Liebesroman. Diese Liebe versteckt sich hier eher zwischenden Zeilen und ist in kleinen unscheinbaren Gesten zu finden. Das kann man sicher mögen, mir war es tatsächlich etwas zu wenig, ich hätte die über viele gemeinsame Jahre und Erlebnisse gereifte Liebe der beiden gerne etwas deutlicher gespürt.
Den Schreibstil des Autor empfand ich stellenweise als sehr sprunghaft. Manchmal hatter ich Probleme zu folgen, wessen Sicht ich gerade lese und in welcher Zeit ich mich gerade befinde.
Am meisten Probleme haben mir aber die, für mich, etwas unklaren zeitlichen Abläufe bereitet. Ich konnte viele der angesprochenen Ereignisse, in Johannas und Willis Leben, erst spät oder gar nicht richtig zeitlich einordnen. Und aus meiner Sicht gibt es auch eine gewisse Inkonsistenz, denn Willi und Johanna sind im Jahr 2013 83 bzw. 82 Jahre alt. Im Buch wird aber erwähnt, dass Johanna am Ende der Krieges 17 Jahre alt war, das funktioniert nicht. Und auch vom Alter der Töchter her, hätten die beiden nach meinem Gefühl älter sein müssen.
Das Buch endet für mich einerseits sehr versöhnlich, aber andererseits auch traurig. Ich hätte mir ein lebensbejahenderes Ende gewünscht.

Fazit:
Herrlich ruhiges und unaufgeregtes Buch.
Leider hat mir der Schreibstil etwas Probleme bereitet und es gibt Inkonsistenzen im zeitlichen Ablauf.
Von mir gibt es diesmal eine eingeschränkte Leseempfehlung.

Bewertung: 3 Sterne

Erhalten: Spread and Read

Bildquelle und weitere Infos. (Verlagsseite)

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