Skurriler Charme trifft Tiefgang: Ein Cosy Crime, der unter die Haut geht!
Buchrezension / 3. Mai 2026

Titel: Erntedank in Vertikow Autor*in: Frank Friedrichs Coverdesign: Giessel Design Verlag: Drachenmond Genre: Cosy Crime Erscheinungsjahr: 2025 gelesen: 04/2026 Kurzbeschreibung: Mecklenburgische Idylle. Ein Mord. Und ein Rollstuhlfahrer als einziger Zeuge. »Erntedank in Vertikow« ist Peer Wesendonks erster Fall. Nach einem Motorradunfall sitzt Peer Wesendonk im Rollstuhl, mit seinem Job als Organist in Vertikow ist es vorbei. Ohne Aufgabe fühlt er sich nutzlos. Dann wird er Zeuge, wie die alte Frau Kuhn totgefahren wird – mit voller Absicht, da ist er sich sicher. Niemand glaubt ihm, Frau und Freunde warnen, er könnte mit seiner Theorie Unfrieden im Dorf stiften. Aber für Peer steht fest: Er muss den Mörder finden. Ob er der Rolle als Detektiv gewachsen ist? Meinung: Bei diesem Buch habe ich genau das bekommen, was ich mir erhofft hatte: einen herrlich skurrilen Detektiv, einen etwas eigenwilligen Kriminalfall und eine Dorfgemeinschaft, hinter deren Fassade sich tiefe Abgründe auftun. Obwohl Peer als „Wessi“ im Dorf noch immer als Außenseiter gilt, wird er nach seinem Unfall und der Reha von seinen Freunden mit rührender Fürsorge empfangen. Dass er selbst das (noch) nicht so ganz annehmen kann, macht die Dynamik besonders spannend. Überhaupt war das Zwischenmenschliche für mich das absolute Highlight der Geschichte:…

Wenn das Stolpern über Leichen zum Hobby wird
Buchrezension / 23. Dezember 2025

Titel: Der Tod wischt mit Autor*in: Andreas Suchanek Coverdesign: zero-media.net Verlag: Heyne Genre: Cosy Crime Erscheinungsjahr: 2025 gelesen: 12/2025 Kurzbeschreibung: Tilly Blich könnte eine Pause gebrauchen. Doch als Eigentümerin der Reinigungsfirma »Plitz und Blank« bleibt ihr kaum eine ruhige Minute – und jetzt droht auch noch die Steuerprüfung. Dass ihr Vorgänger so urplötzlich verschwunden ist, macht die Sache nicht einfacher. Tillys nächster Auftrag führt sie zur Schule von Untertannbach. Doch gegen den ermordeten Direktor in der Sporthalle kommt auch das stärkste Putzmittel nicht an. Kriminalhauptkommissar Stubs sieht seine Chance, es Tilly zu zeigen, und ein Wettrennen um Ermittlungsergebnisse beginnt. Schnell wird klar, dass es hinter den Kulissen der Schule gewaltig brodelt: Geheimnisvolle Affären, übermotivierte Eltern und unterbezahlte Lehrer halten Tilly und ihre Helfer Gerdy, Leon und Antonia auf Trab. Werden sie es schaffen, den Täter zu entlarven, bevor er erneut zuschlägt? Meinung: Und wieder stolpert Tilly über eine Leiche.  Es wird definitiv nicht langweilig in Untertannbach. Ich habe mich beim Lesen auf jeden Fall super unterhalten gefühlt. Diesmal ist der Schauplatz die Schule in Untertannbach mit allem was dazu gehört. Helikopter-Mama, Direktor mit dubioser Vergangenheit und einer Hausmeisterin, die anpacken kann. Die Beteiligten machen es Tilly und ihren Freunden nicht…

Tilly räumt auf
Buchrezension / 14. Mai 2024

Titel: Ein blitzsauberer Mord Autor*in: Andreas Suchanek Coverdesign: zero-media.net Verlag: Heyne Genre: Cosy Crime Erscheinungsjahr: 2024 gelesen: 05/2024 Kurzbeschreibung: Als Tilly Blich sich den Traum einer eigenen Reinigungsfirma erfüllt, ahnt sie noch nicht, welche Herausforderungen ihr bevorstehen. Die Räumlichkeiten von »Plitz & Blank« entpuppen sich als heruntergekommene Kaschemme im skurrilen Städtchen Untertannbach. Statt als Chefin zu delegieren, muss Tilly wieder selbst den Wischmopp schwingen und stößt bei ihrem ersten großen Auftrag prompt auf die Leiche des ortsansässigen Architekten. Leider hat sie zuvor bereits den Tatort in einen lupenreinen Zustand versetzt – und wird damit sofort zur Hauptverdächtigen des inkompetenten Kriminalhauptkommissars Stubs. Da hilft nur eins: selbst ermitteln. Bewaffnet mit Essigreiniger und unterstützt von Kommissarin Sarah Kraft, dem Abiturienten Leon und Kuchengöttin Gerdy kommt Tilly dem Mörder immer näher. Und gerät dabei selbst in größte Gefahr … Meinung: Dies war mein erster Cosy-Krimi, den ich gelesen habe. Und ich muss gestehen, dass ich zu Beginn ein wenig gebraucht habe, bis ich mich in diese Erzählweise ein gefunden hatte. Tilly war mir mit ihrer schlagfertigen, fröhlichen Art von Anfang an sympathisch. Genauso wie ihr „Team“. Egal ob Leon, Tony oder Gerdy, ich habe sie alle ins Herz geschlossen. Auch Sarah und Sascha…