Der Schnee in ihr

19. Dezember 2017

Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar über die Netzwerkagentur Bookmark erhalten.
Vielen Dank dafür!

Cover:
Normalerweise schreibe ich ja nichts zum Cover, da das auf der Verlags- oder Verkaufsseite jeder selbst bewundern kann. Hier möchte ich aber gerne erwähnen, dass der Schutzumschlag einen wunderbaren Perlmutteffekt hat, was das Cover herrlich glänzen lässt. Das passt für mich perfekt zum Thema Schnee!

Inhalt:
Snow ist seit ihrem sechsten Lebensjahr in einer psychiatrischen Klinik aufgewachsen. Bei dem Versuch durch einen Spiegel zu gehen hat sie sich und ihre Freundin schwer verletzt. Es fällt Snow schwer ihre Wut zu kontrollieren. Allzu oft lässt sie diese an ihren Mitmenschen aus. Was jedesmal einen neuen Tabletten Cocktail zur Folge hat. Einzig Bale, ein pyromanischer Junge in Sonws Alter, kann in solchen Situationen noch zu ihr durchdringen. Doch ihr erster Kuss ändert alles.
Als Bale dann plötzlich durch einen Spiegel verschwindet, will Snow ihn unter allen Umständen zurück holen. Auch wenn sie dieser Weg durch einen Baum in eine andere Welt führt. Oder ist sie jetzt noch verrückter?

Meinung:
Der Schreibstil ist locker, leicht und flüssig zu lesen. Und er ist wunderbar bildhaft, so dass ich die Welt, in welche Snow reist, deutlich vor meinem inneren Auge sehen konnte. Genauso all die fantastischen Wesen, welche die Autorin erschafft. Einzig im Mittelteil hatte das Buch für mich ein paar Längen. Hier hätte die Handlung für meinen Geschmack etwas zügiger voran schreiten können.
Mir hat die Idee, einer Protagonistin, die fast ihr gesamtes bisheriges Leben in einer psychiatrischen Klinik verbracht hat, sehr gefallen. So schreibt Snow die Dinge, die um sie herum oder mit ihr geschehen, zunächst ihrer gestörten Wahrnehmung auf Grund ihrer Erkrankung zu. Auch hat sie nie gelernt sich in der richtigen Welt zu behaupten, geschweige denn, in einer fremden Welt voller Magie. So hat Snow an mehreren Fronten zu kämpfen. Mit ihrer gabe, gegen die Wesen der fremden Welt und mit den vielen neuen Personen, die sie dort kennenlernt. Mir hat dieser psychologische Aspekt der Geschichte besonders gut gefallen.
Was mich beim Lesen allerdings mehr und mehr genervt hat, sind Snows vielfältige Gefühle für drei (!) verschiedene Jungs. Sie behauptet die ganze Zeit nur Bale zu lieben, kann aber auch ihre Gefühle für zwei andere Jungs nicht leugnen. Immer wieder dachte ich, jetzt entwickelt sich etwas ernstes, oder jetzt hat sie sich entschieden, doch sie bleibt bis zum Ende wankelmütig.
Das Ende selbst kann mit einigen unerwarteten Wendungen aufwarten, was die Spannung zum Ende hin deutlich erhöht hat. Das Buch endet dann schließlich nach einem großen Showdown, aber mit genug offenen Fragen, um auf Band 2 neugierig zu machen.

Fazit:
Eine etwas andere Fantasy-Geschichte, in einer faszinierenden Welt, mit Höhen und Tiefen.
Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

Bewertung: 4 Sterne

Bildquelle und weitere Infos. (Verlagsseite)

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