Ein selbst gestalteter Himmel – Segen oder Fluch?
Buchrezension / 13. Mai 2018

Titel: Perfect Memories Autor: Holly Cave Genre: Roman Erstausgabe: 2018 gelesen: 04-05/2018 Kurzbeschreibung: Isobel hat es geschafft: Sie hat einen Job in der renommiertesten Agentur Londons ergattert. Als Himmelsarchitektin sorgt sie dafür, dass ein Weiterleben nach dem Tod möglich ist – in einem virtuellen Himmel kann man seine schönsten Erinnerungen immer wieder erleben. Als Isobel auf den gut aussehenden und todkranken Jarek trifft, gerät ihr Leben völlig aus den Fugen. Während sie mit ihm an seinem Himmel arbeitet, verlieben sich die beiden ineinander. Doch als Jarek plötzlich stirbt, bleibt ihr kaum Zeit, seinen Tod zu verkraften. Denn Jarek hatte ein dunkles Geheimnis, und nur Isobel kann die Wahrheit ans Licht bringen … Meinung: Die Thematik des Buches – künstlich geschaffene Himmel, welche ein “Leben” nach dem Tod ermöglichen, in einer Welt, in der der Glaube an so etwas wie Gott fast gänzlich verloren gegangen ist – hat mich von Anfang an fasziniert. Ich stelle mir vor, dass solch ein perfekter, selbst gestalteter Himmel für manch einen Leser, der wie die Protagonistin nicht an ein Leben nach dem Tod glaubt, sehr verlockend wirken kann. Und auch wenn die Autorin von Anfang an, auch die kritischen ethischen und moralischen Fragen, die ein…

Das neue Leben nach dem Ende
Buchrezension / 22. Februar 2018

Titel: Die Banner von Haven Autor: Carrie Vaughn Genre: Dystopie Erstausgabe: 2018 gelesen: 02/2018 Klappentext: Haven, eine Stadt an der Küste: Nach einer Reihe von apokalyptischen Stürmen ist hier eine neue Zivilisation entstanden. Die Menschen, nun in kleinen Gemeinschaften organisiert, erhalten symbolische Banner, mit denen sie sich das Privileg für Nachwuchs verdienen können. Enid ist eine junge Ermittlerin, die Zuwiderhandlungen gegen die herrschenden Regeln aufdeckt. Eines Tages soll sie in einem rätselhaften Todesfall ermitteln und muss sich bald selbst fragen, für was sie in dieser neuen Welt wirklich stehen will. Meinung: Es ist für mich nicht ganz einfach meine Meinung zu diesem Buch zu formulieren, da es mich sehr zwiegespalten zurückgelassen hat. Der Einstieg ins Buch ist mir eigentlich sehr leicht gefallen. Schnell bekommt man ein Gefühl für diese Welt nach dem Ende. Woran auch Carrie Vaughns ruhiger und flüssiger Schreibstil einen großen Anteil hat. Und doch bleibt der Einblick irgendwie eher oberflächlich und distanziert. Im weiteren Verlauf spielt das Geschehen in zwei verschiedenen Zeitebenen. Einmal in Endis Gegenwart und einmal in ihrer Vergangenheit. Während in der gegenwart ein Todesfall aufgeklärt werden soll, begleitet man in der Vergangenheit Enid und Dak bei ihrer Wanderung durch die ihnen bekannte Welt. Die…