Auf dem Weg zum Teenager, mit Trauer im Herzen

30. März 2017

Inhalt:
Ben ist gerade einmal 11 Jahre als, als sein 8 Jahre alter Bruder verstirbt. Plötzlich ist er allein mit seiner Mutter, da sich die Eltern schon vor einiger Zeit getrennt haben. Allein mit einer Mutter, die den Tod ihres Kindes kaum verwinden kann. Und auch allein mit all den Fragen, die in ihm aufkeimen.

Meinung:
Der Schreibstil dieses Buches ist etwas ganz besonderes. Der Autor weiß wahrlich mit Worten umzugehen und Gefühlen treffende Bilder zu verleihen. Auch schafft er es das ganze Buch über eine gewisse melancholische Stimmung zu erhalten, ohne dass sie zu beklemmend wirkt.
Die Erzählperspektive wechselt immer wieder mal von Ben zu seiner Mutter Ruth. Diese Wechsel haben mir sehr gefallen, da sie Ruths Gedanken und Gefühle besonders eindringlich vermitteln und so noch einmal eine andere Sicht auf die Geschichte liefern. Für mich hätte es gerne deutlich mehr Passagen aus Ruths Sicht geben dürfen.
Der Einstieg ins Buch hat mich sehr bewegt und war genau das was ich von diesem Buch erwartet hatte. Doch mit der Zeit wird es mehr und mehr zu einer Erzählung über die Entwicklung eines Jungen zum Teenager in den 70er Jahren, inklusive der ersten Entdeckung seiner eigenen Sexualität. Obwohl ich vermute zu wissen was mir der Autor damit zeigen will – das Leben geht weiter, gerade für Kinder, egal wie tief die Einschnitte sind – konnte ich mit dieser Entwicklung der Geschichte nicht viel anfangen. Und so konnte mich dieses Buch, trotz etlicher schöner, bewegender und auch witziger Szenen, leider nicht wirklich erreichen.

Fazit:
Ein sprachlich gelungenes Buch, das für “Kinder” der 70er und Fans dieses Genres sicher lesenswert ist. Mich hat es leider nicht gepackt.

Bewertung: 3 Sterne

Bildquelle und weitere Infos.

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