Virtueller Terror mit sehr realen Gefahren

11. Januar 2018

Bisher habe ich alle Teile der Cyberworld im Rahmen von Lovelybooks Leserunden gelesen. Der Austausch mit Nadine Erdmann und den anderen Lesern macht immer einen riesen Spaß. Daher habe ich mich sehr gefreut das Buch auch das Buch auch diesmal wieder im Rahmen einer Leserunde lesen zu dürfen.

Dies ist der 5. Teil der Cyberworld-Reihe, die Handlung in den einzelnen Teilen ist zwar in sich abgeschlossen, da sich aber die Rahmenhandlung rund um die Protas von Band 1 an weiterentwickelt, empfehle ich mit Band 1 zu beginnen.

Inhalt:
Schon seit einer Weile demonstrieren R.A.T., eine Gruppe von Technologie-Gegnern, wie sie in die Cyberworld, im speziellen Cyber-London, eingreifen können. Ihre Aktionen waren beeindruckend und harmlos, und sie sind in aller Munde.
Als R.A.T. nun eine ganz große Aktion in Cyber-London ankündigen, wollen sich das auch Jamie, Zack, Jemma und Will nicht entgehen lassen. Doch diesmal ist es keine harmlose Demonstration ihrer Macht, diesmal starten die R.A.T.s einen großen Terroranschlag auf Cyber-London. Unsere vier Freunde verwenden all ihre Cyber-Game-Erfahrung um in der virtuellen Welt zu überleben. Doch neben der psychischen Belastung wird, gerade für Jamie, auch die körperliche zunehmend zum Problem.

Meinung:
Nadines Schreibstil ist wie immer flüssig zu lesen und fesselnd. Einmal begonnen hatte ich das Buch in kurzer Zeit durchgelesen. Wie immer stehen in der Rahmenhandlung die Gefühle der Protas sehr im Vordergrund. Neues Thema war hier diesmal, wie Jamie und Jemma damit umgehen, dass ihr Vater sich womöglich neu verliebt. Wie von Nadine gewohnt wird dieses Thema sehr gefühlvoll behandelt.
Dieses Buch ist düsterer und brutaler als die Vorgänger, aber ich persönlich finde sehr gut, dass die Autorin auch die Schattenseiten moderner (Zukunfts-)Technologien thematisiert. Schon heute ist Terror im Netz ein Thema, aber in der Cyberworld bekommt das nochmal eine andere Dimension.
Auch wenn diesmal kein Game im Mittelpunkt steht und das Thema so düster ist, schafft es Nadine doch, eine faszinierende und vor Fantasie sprühende Terrorwelt zu erschaffen. Immer wieder war ich überrascht was sie sich da alles hat einfallen lassen.
Die Spannung wird in diesem Teil durch Sprünge zwischen realem und Cyber-London deutlich erhöht. Es ergeben sich dadurch immer wieder kleine Cliffhanger, die einen ans Buch fesseln.
Einziges Manko war für mich der Ausstieg der vier Freunde aus der Cyberworld, der für alle mehr oder weniger gleich ablief, wenn auch zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlichen Situationen. Hier hätte ich mir mehr Abwechslung und dadurch noch mehr Spannung erhofft.
Der sanfte Ausklang der Geschichte hat mir dann wieder, wie immer, sehr gut gefallen. Ich mag es sehr mich in entspannter Atmosphäre von den Protas zu verabschieden.
Jetzt heißt es dann wieder sehnsüchtig warten, auf Teil 6, den vorletzten der Reihe.

Fazit:
Jugend-SiFi mit viel Gefühl und noch mehr Spannung. Diesmal düsterer und brutaler als sonst, aber nicht minder fantasievoll.
Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

Bewertung: 5 Sterne

Bildquelle und weitere Infos. (Autorenseite)

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